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Ambulanzstation in Lukange Landflucht bekämpfen Die Situation in Lukange bis Ende 1997 Lukange ist ein Dorf, das 120 km südöstlich von Morogoro in den Uluguru-Bergen Tanzanias liegt. (Morogoro liegt seinerseits 200 km westlich von Dar es Salaam.) Im Dorf und zerstreut an den umliegenden Berghängen leben ca. 20 000 Menschen, für die es keinerlei westliche Gesundheitsfürsorge gab, da das Gebiet sehr abgelegen ist. (Die ungeteerte "Straße" von Morogoro nach Lukange ist so schlecht, daß man mit einem geländegängigen Fahrzeug in der Trockenzeit sechs bis acht Stunden für die 120 km benötigt.) Es gibt hier keine Geschäfte, nur einen kleinen Sonntagsmarkt, eine Kirche und eine Grund- und Hauptschule. Die Böden sind relativ fruchtbar, da infolge Steigungsregen bei den vorherrschenden Ostwinden mehrere Ernten im Jahr möglich sind. Es leben hier durchweg Kleinbauern, die in Streusiedlung an den erosionsgefährdeten Hängen wohnen. Die Siedlungen sind nur über Fußpfade zu erreichen. Die Lebensumstände sind sehr ärmlich. Menschen starben hier an Krankheiten, die durch Medikamente beherrscht werden können, weil es keine Krankenstation gab, in der diese Krankheiten diagnostiziert und behandelt werden konnten. Das nächste Gesundheitszentrum war 30 km entfernt, was mindestens einen Tagesmarsch erfordert. Schwerkranke konnten nur auf Bahren von Trägern dorthin gebracht werden. Für viele kam deshalb jede Hilfe zuspät. Das Projekt So bauten die Einwohner des Ortes in den Jahren 1994 bis 97 mit der finanziellen Unterstützung durch APDW eine Ambulanzstation mit ein paar Betten (für Mutter und Kind), die von Schwestern und einer Hebamme betreut werden soll. Die Kosten für den Rohbau der Station beliefen sich auf etwa 35 000 DM. Davon gab das Wirtschaftsministerium von Baden-Württemberg 75%, der Rest wurde von der Bevölkerung durch Eigenarbeit und durch die APDW (DM 6.500) aufgebracht. Die Dorfbewohner brachten vor allem ihre Arbeitskraft in das Projekt ein, z.B. durch das Brennen von Ziegelsteinen usw. Projektpartner Unser Ansprechpartner ist Pater Emile Mpeka, der selbst aus diesem Dorf stammt. Er organisierte den Transport des notwendigen Baumaterials von Morogoro nach Lukange, was bei den vorherrschenden Straßenverhältnissen keine leichte Arbeit ist. Bekämpfung von Landflucht Wir halten dieses Projekt für sehr wichtig, da hier einer großen Zahl von Menschen aus einer überaus unmenschlichen Situation geholfen wird. Außerdem sehen wir darin langfristig einen Beitrag, dem Problem der Massenabwanderung in die zu begegnen. Es wäre doch sehr bedauerlich, wenn dieser klimatisch und ertragsmäßig günstige Gebirgsraum von Menschen entleert würde, weil ihnen das Nötigste zu einem menschenwürdigen Leben fehlt. Der Rohbau dieser Ambulanzstation wurde Mitte 1997 fertig, die Inneneinrichtung erfolgte mit Unterstützung durch eine Nord-Süd-Gruppe in Aachen. Anfangs 1998 wurde die Station in Betrieb genommen. In Zukunft wird unser Engagement wahrscheinlich nur noch dann und wann für Medikamentenlieferungen notwendig sein. Stand: Frühjahr 1998 Hinweis für die Red.: Bitte Lukange - falls möglich in Tan-karte eintragen. Eintrag lege ich bei. Die Krankenstation in Lukange/Tanzania nimmt den Betrieb auf Hintergrund Lukange ist ein Dorf, das 120 km von Morogoro in den Uluguru-Bergen liegt. (Morogoro liegt seinerseits 200 km westlich von Dar es Salaam.) Im Dorf und zerstreut an den umliegenden Berghängen leben ca. 20 000 Menschen, für die es bislang keinerlei westliche Gesundheitsfürsorge gibt, da das Gebiet sehr abgelegen ist. (Die ungeteerte "Straße" von Morogoro nach Lukange ist so schlecht, daß man mit einem geländegängigen Fahrzeug sechs bis acht Stunden für die 120 km benötigt.) Es gibt hier keine Geschäfte, keinen Arzt, keine Apotheke, nur einen kleinen Sonntagsmarkt, eine Kirche und eine Grund- und Hauptschule. Die Böden sind relativ fruchtbar, da infolge Steigungsregen mehrere Ernten im Jahr möglich sind. Es leben hier durchweg Kleinbauern, die in Streusiedlung an den erosionsgefährdeten Hängen wohnen. Die Siedlungen sind nur über Fußpfade zu erreichen. Die Lebensumstände sind sehr ärmlich. Das Projekt Menschen sterben hier an Krankheiten, die durch Medikamente beherrscht werden können, weil es keine Krankenstation gibt, in der diese Krankheiten diagnostiziert und behandelt werden könnten. Frauen sterben während der Geburt, weil keine ausgebildete Hebamme erreichbar ist. Auch die Kindersterblichkeit ist sehr hoch. Das nächste Gesundheitszentrum ist 30 km entfernt, was mindestens einen Tagesmarsch erfordert. Schwerkranke können nur auf Bahren von Trägern dorthin gebracht werden. Für viele kommt deshalb jede Hilfe zuspät. Deswegen haben die Einwohner des Ortes eine Ambulanzstation mit ein paar Betten (für Mutter und Kind) gebaut, die dann von zwei Schwestern und einer Hebamme betreut werden soll. Die Kosten für den Bau der Station beliefen sich auf 36.000 DM; davon gab das Wirtschaftsministerium von Baden-Württemberg 75%, der Rest wurde von der Bevölkerung durch Eigenarbeit und durch die APDW (DM 6.500) aufgebracht. Die Dorfbewohner brachten vor allem ihre Arbeitskraft in das Projekt ein, z.B. durch das Brennen von Ziegelsteinen usw. Bekämpfung von Fluchtursachen Wir halten dieses Projekt für sehr wichtig, da hier einer großen Zahl von Menschen aus einer überaus unmenschlichen Situation geholfen wird. Außerdem sehen wir darin langfristig einen Beitrag, dem Problem der Massenabwanderung in die Großstädte und in andere Länder zu begegnen. Es wäre doch sehr bedauerlich, wenn dieser klimatisch und ertragsmäßig günstige Gebirgsraum von Menschen entleert würde, weil ihnen das Nötigste zu einem menschenwürdigen Leben fehlt. Dank an alle Spender Unser Ansprechpartner ist Pater Emile Mpeka, der selbst aus diesem Dorf stammt. Pater Mpeka schickte uns kürzlich ein Fax, in dem er mitteilte, daß der Bau der Krankenstation in Lukanga fertiggestellt ist. Ferner schreibt er, daß die Inneneinrichtung und alle notwendigen medizinischen Geräte, die von einer Dritte-Welt-Gruppe in Aachen finanziert werden, noch im Juli in Dar es Salaam per Schiffscontainer erwartet werden. Der Bau dieser Krankenstation war wegen des extrem abgelegen Ortes doch mit weit größeren Schwierigkeiten verbunden, als wir ursprünglich angenommen hatten. Die Station wird also in den nächsten Monaten ihren Betrieb aufnehmen können. Pater Mpeka schreibt: "Im Namen der Einwohner von Lukange möchte ich unseren herzlichen Dank an alle unsere Wohltäter erneuern, die zu diesem Projekt beigetragen haben. Möge Gott sie alle segnen." Auch ich als Projektbetreuer möchte mich diesem Dank an die Mitglieder und Freunde der APDW anschließen, die diese Krankenstation ermöglicht haben. Manfred Schiess APDW, c/o Manfred Schiess, Gustav-Freytag-Str. 18, 76437 Rastatt, Germany, Tel. 07222-26557, Fax c/o Dekempe, 0049-7222-22513, 29.01.97 Fr. Emile Mpeka, Bishop's House, Morogoro, Tanzania, Fax 00255-56-4716 Dear Fr. Mpeka, our State Government wants to know whether Lukange dispensary is ready now for use. Are the finishings ready now? Please, if ever possible, fax the answer immediately. If you have new photographs, please send these too. I hope that you are fine. Thank you for your efforts. Yours faithfully,