Die Baramba Girls' Secondary School in Tansania

Dieses Projekt wird von fünf SchülerInnen des Tulla-Gymnasiums in Rastatt betreut. 

Hier ihr Artikel zur Vorstellung dieser Schule:

Aus einem Flüchtlingscamp wird eine Mädchenschule

Als 1995/96 tausende Flüchtlinge aus Ruanda und Burundi in die Ngara-Region westlich des Viktoriasees kamen, errichtete das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) das "Benaco Camp". Dort wurden etwa eine dreiviertel Million Menschen untergebracht. Nach der Rückkehr der Flüchtlinge ging das Grundstück an eine Nicht-Regierungs-Organisation, die einen Teil der Gebäude den "Marafiki wa Africa Tanzania" – einem lokalen Selbsthilfeverein – überließ. Dieser gründete Anfang 1999 eine weiterführende Mädchenschule, die Baramba Girls‘ Secondary School. Bisher gab es in dieser Region nur zwei weiterführende Schulen, die aber hauptsächlich von Jungen besucht wurden. Aus diesem Grund sollten in dieser Schule nur Mädchen unterrichtet werden. Die Mädchen von heute sind die Mütter von morgen, von ihnen hängt die Entwicklung der kommenden Generation ab, deshalb ist ihre Förderung eine wichtige Aufgabe unserer Entwicklungszusammenarbeit.

Im Schuljahr 2004 hatte die Schule vier Jahrgangsklassen mit insgesamt 160 Schülerinnen und 12 LehrerInnen. Sie führt zum tansanischen Äquivalent der Mittleren Reife. Das Schulgeld kostet pro Schülerin etwa 1 € pro Tag, d.h. 30 € im Monat. Darin ist sogar Schulmaterial, Verpflegung und Unterkunft enthalten. In 2004 konnten allerdings die Eltern vieler Schülerinnen das Schulgeld nicht aufbringen, da die Ernte sehr schlecht war.

Schuelerinnen der Balmaba Secondary School Schülerinnen
der Baramba
Secondary School

Konzept der Schule

Neben der Wissensvermittlung im mathematisch-naturwissenschaftlichen, neusprachlichen und allgemeinbildenden Unterricht sind die Schwerpunkte dieser Schule Gesundheitsvorsorge und ökologischer Landbau zur Förderung des Ernährungs- und Umweltbewusstseins. Zur Schule gehört ausreichend Land, sodass die Schülerinnen durch Anbau von Obst und Gemüse zu ihrer Grundversorgung beitragen können. Ferner besitzt die Schule inzwischen zwei Kühe und einige Kälber für die Versorgung der Schülerinnen mit Milch.

Da die Schulküche mit Feuerholz kocht, haben die Schülerinnen auch einen schuleigenen Wald für die zukünftige Versorgung mit Feuerholz angepflanzt. Sie lernen in Zukunft dann immer nur soviel Holz zu schlagen wie nachwächst – den Wald also nachhaltig zu bewirtschaften.

Verändertes Gesundheitsbewusstsein wird bei der Pflege und Nutzung der Internats- und Schulräume, einschließlich der sanitären Anlagen, eingeübt. Learning by Doing ist hier die Devise.

Was wir tun

Schuelerinnen im Maerz 1999Da die Schülerinnen aus Dörfern der ganzen Region stammen, ist die Schule ein Internat.

APDW hat daher aus Spenden für das Mzumbe Book Projekt bereits MBP-Schulbücher im Wert von rund tausend Euro gestiftet; die Schule musste lediglich 15% der Kosten als Verpackungs- und Transportgebühren aufbringen.

Auf Grund der weiten Verbreitung von AIDS in Tansania haben nicht wenige Schülerinnen bereits im Kindesalter ein oder beide Elternteile verloren. Diese Mädchen können in der Regel keine weiterführende Schule besuchen, da sie nicht in der Lage sind, das Schulgeld aufzubringen. Die Baramba Girls‘ Secondary School hat es sich jedoch zur Aufgabe gemacht, auch Aids-Waisen aufzunehmen, die das Schulgeld nicht bezahlen können. Die Kosten dieser Schülerinnen werden durch Spenden gedeckt.

An dieser Stelle möchten wir auch an Sie, liebe Leser und Leserinnen, appellieren. Wir sammeln Geld für die AIDS-Waisen dieser Schule. Das Schulgeld inklusive aller Nebenkosten beträgt in diesem Internat ca. € 360,- im Jahr. Bitte spenden Sie an die APDW unter dem Stichwort "Mädchenschule in Tanzania" auf das Konto 911 81 59 bei der Sparkasse Karlsruhe, BLZ 660 501 01. (Spenden sind steuerlich absetzbar. Bitte geben Sie ihre Adresse auf dem Einzahlungsbeleg unter "Zweck" an.)

Das Tulla-Gymnasium veranstaltet jährlich mindestens ein Benefizkonzert zu Gunsten dieser Aids-Waisen. 


Solarmodul mit Lampe und Radio


Ladestation für zehn Solarlampen

Der Verein "Marafiki wa Africa" ("Freunde Afrikas") in Freising spendete der Schule mittlerweile fünf solche Ladestationen und 50 Lampen. So haben die Schülerinnen abends bei den Hausaufgaben immer noch Licht von der Sonne, das in dieser abgelegenen Gegend sogar preiswerter als das durch einen Dieselgenerator erzeugte ist.

Wer wir sind

Das Team

Wir sind eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Klasse 8c des Tulla-Gymnasiums in Rastatt, die im Rahmen der APDW die Baramba Girls' Secondary School als ProjektbetreuerInnen unterstützen. Sie sehen uns auf dem Foto (von links nach rechts): Dennis Uliczka, Lars Eckert, Martin Kalkbrenner, Isabel Hauns und Elina Gartwig.

Für weitere Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.

Stand: Herbst 2005

Kontaktadresse:
Ingrid Popowitsch
Silcherstr. 2
76437 Rastatt
Tel. 0163 / 2110868
E-Mail: aliasego@web.de